Museum für Stadt- und Familiengeschichte Marktsteft

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Raum 1

Puppenküche

Über 5 Generationen, bis in die neuste Zeit, war unsere Puppenküche von ihren Besitzern geliebt und bespielt. Beweise über die Jahrzehnte währende Liebe geben die Geräte und die Bewohner, die nach und nach hinzukamen und jetzt um das einst „pädagogische Hilfsmittel“ angeordnet sind.

Raum 1

Glaskelch

Jakob Ernst Samuel Keerl und Friederike Sophie Zinn gehen im Jahr 1760 die Ehe ein. Das ist wahrscheinlich der Anlass für das Geschenk dieses Kelches der ihre Initialen trägt. Ursprünglich ganz aus Glas wurde der Fuß nachdem dieser zerbrach später durch einen Silberfuß ergänzt.

Raum 1

Haarkranz

In Klöstern, Heimarbeit der Näherinnen, Friseuren sogenannten Haarkünstlern, wurden solche spektakulären Kränze gefertigt. Anlässe wie der hier beschriebene zum 25. Hochzeitstag waren üblich und zeigten die familiäre Verbundenheit untereinander, denn oft fanden Haare der Kinder und den Eltern Verwendung um diese herzustellen.

Raum 1

Ölgemälde von 1806

Hätten Sie auf den ersten Blick vermutet, dass hier zwei Jungs abgebildet sind? Die Kleidung mit rosa Schleifchen und die Schühchen sprechen eher eine andere Sprache. Der Maler hat aber dem Zeitgeschmack entsprechend, eindeutige Attribute und Verhaltensmuster verwendet um den anfänglichen Eindruck zu negieren. Dargestellt sind Friedrich Wilhelm Keerl nat. 1801 bis 1856 und Ferdinand Keerl nat. 1803 bis 186(?) als Dekan in Crailsheim.

Raum 2

Bildnis Friederike Sophie Keerl

geb. Zinn im Alter von 26 Jahren. Friederike in ihrem Lieblingskleid!? Wichtig muß es ihr gewesen sein. Ein Stück des Brokatstoffes bewahrte sie auf und so zeugt es noch heute vom Prunk der damaligen Mode im bürgerlichen Milieu.

Raum 2

Armbänder aus Haaren

Haar der Friederike Sophie Keerl (1737-1808), geb. Zinn, kunstvoll zu zwei Armbändern verflochten legen ein weiteres Zeugnis der biedermeierlichen Mode ab. (siehe auch Haarkranz wenige Seiten zuvor)

Raum 2

Medaillon: Bildnis einer Dame

Ovales Bildnis unter Glas in einem viereckigen Holzrahmen mit Messingeinfassung. Die Dargestellte trägt biedermeierliche Kleidung und Haartracht. Wer von der Keerls diese hübsche Frau am Herzen trug ist uns nicht bekannt. Doch wurde sie sehr geachtet fand später wohl einen Ehrenplatz gerahmt an einer Wand in einem bürgerlichen Gemach.

Raum 2

Lackdose

Der Fischer: Der Fisch hat mir viel Müh gemacht, bis ich ihn hab ins Netz gebracht.
Der Bauer: Eij Fischer ist der Fisch nicht feil? Ich kaufte mir das Vortertheil.
Der Capuciner: Ach wenn wir in Closter dörften solche Fische essen, so wollt ich gern das Fleisch vergessen.
Der Bettler: O! ihr Herrn, nehmt euch wohl in acht, diese Fische haben mich an die Krücken gebracht.

Raum 2

Zigarren- oder Zigarettenspitze aus Meerschaum mit Bernstein

Das dargestellte Wappen der Keerl’s auf diesem Rauchergerät demonstriert, über Jahrhunderte hinweg, deren Bürgerstolz und zierte viele Gegenstände des täglichen Gebrauchs wie im Museum zu sehen ist.

Raum 3

Stefft. a:13. Nov. 1712

Dieses Datum ist für die Stefter sehr wichtig und der Anlass der zu dieser Tafel führte, machte sie mächtig stolz. Fraternisierte doch Markgraf Friedrich Wilhelm mit seinen Steftern und gesellte sich anlässlich einer Inspektion zu ihnen um mit ihnen zu trinken und zu rauchen.Dieser hier beschriebene Trinkspruch hing bis Ende des 20. Jahrhundert im Amtszimmer des Marktstefter Bürgermeisters.

Raum 3

Toilettentruhe

(FOTO: das Original befindet sich im Mainfränkischen Museum) Als Markgraf Alexander Marktsteft besuchte war es den Steftern unmöglich seine Durchlaucht über den Hof auf den Donnerbalken zu schicken. So liessen sie ihm für den kurzen Aufenthalt diese aufwändig gearbeitete Truhe fertigen, um auch diesem „Geschäft“ einen würdigen Rahmen zu geben.

Raum 3

Medaillons als Brosche aus vergoldetem Metall

Konrad Heinrich Keerl (1761-1836) Therese Keerl, geb. Stadelmann (1764-1847)

Raum 3

Drei Orden

- 'Furchtlos und treu' ein Ritterkreuz, 5. Klasse des württembergischen Kronen-Ordens.
- 'Friedrichsorden' Bekröntes 'F' am blauen Band. Württemberg
- 'Recherche et Invention' (Forschen und Erfinden) am weiß-blauen Band
Verliehen an Prof. Wilh. Rösch (1831-1921) in Heilbronn.

Raum 4

Zwei kolorierte Fotografien als Pendants

Pfarrer Wilhelm Keerl in Fichtenberg (1836-1896) und seine Ehefrau Pauline Keerl, geb. Blum (1838-1903). Eine erhebliche Anzahl der Familienmitglieder der Keerl’s beschritten über die Jahrhunderte hinweg den angesehenen Weg des protestantischen Pfarrers.

Raum 4

Nähkästchen

Besitz von Julie Keerl (1794-1884). Julie war handwerklich begabt und hatte an Ihrem Nähkästchen sicher Freude. Es ist praktisch ein Symbol für die Tätigkeiten der hohen Töchter des Bürgertums im 18. Jahrhundert. Julie war nicht nur mit Nadel und Faden geschickt. Sie gab auch Zeichenunterricht: Wem? -- Kaspar Hauser!

Raum 5

Ölgemälde Johann Jacob Keerl

Unter uns im Museumsteam liebevoll J.J.K genannt (englisch ausgesprochen), ist er der Mann am Ansbacher Hof, der Marktsteft zusammen mit der verwitweten Markgräfin Charlotte zu Wohlstand und Ansehen verhilft. Als Hofkammerrat leitet er das Geld in das kleine Häckerdorf und macht es zum Markt und Umschlagplatz für Waren aus - und in alle Welt. Steft prosperiert.

Raum 5

Mainschelch

Der Stolz der Schiffer- und Fischerzunft Marktsteft. Das aufwendig ausgearbeitete Modell hing ca. ein Jahrhundert, bis in die 1960er Jahre, über dem Stammtisch des Gasthauses „Zur Goldenen Krone“ in der Schrannengasse in Marktsteft. Hier war ehemals das Lokal der Stefter Zunft.